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Also.... da ich wirklich geschockt bin, wie viele Leute es gibt die nicht wissen was oder eher wer die RAF war und wohinter sie standen habe ich hier mal nen Artikel von Wikipedia reinkopiert.... schließlich gehört das zur Allgemeinbildung!
Nicht, dass ich die Taten der RAF gut fand.... nein... aber die Beweggründe kann ich sogar sehr gut verstehen.... nur ihre Schlussfolgerung war die falsche! Egal was und wenn´s auch noch so gut gemeint ist, es dürfen meiner Meinung nach keine Menschen zu schaden kommen!

Rote Armee Fraktion
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie




Das Logo der RAF: ein Roter Stern und eine Heckler & Koch MP5Die Rote Armee Fraktion (RAF) war eine linksradikale, terroristische Untergrundorganisation in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurde 1970 von Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Horst Mahler, Ulrike Meinhof, Irmgard Möller und weiteren Personen gegründet. In vielen Medien wurde die RAF zunächst und vor allem als „Baader-Meinhof-Gruppe”, teilweise auch als „Baader-Meinhof-Bande” bezeichnet. 1998 erfolgte nach einer wechselvollen Geschichte, deren Schwerpunkt in den 1970er und frühen 1980er Jahren lag, ihre selbst erklärte endgültige Selbstauflösung.

In ihrem Selbstverständnis betrachtete sich die Gruppe als kommunistische Stadtguerilla nach südamerikanischem Vorbild wie den Tupamaros in Uruguay.

Eine gemeinsame Erklärung der RAF aus: „Das Konzept Stadtguerilla” [1]: „...weil wir Kommunisten sind und es davon, ob die Kommunisten sich organisieren und kämpfen, abhängt, ob Terror und Repression nur Angst und Resignation bewirken oder Widerstand und Klassenhass und Solidarität provozieren, ob das hier alles so glatt im Sinn des Imperialismus über die Bühne geht oder nicht....”

Hintergründe
Nach dem Wirtschaftswunder der 1950er Jahre in der Bundesrepublik und der mangelhaften Verarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit wuchs in den 1960ern eine Generation heran, die ihre Eltern und deren Staat grundsätzlich in Frage stellte. Verstärkt durch die Widersprüche des Vietnamkrieges und die gesellschaftlichen Veränderungen in den Vereinigten Staaten, wuchs die Kritik an den USA. In den großen Universitätsstädten Westeuropas kam es zu großen antiamerikanischen Demonstrationen und zu zivilem Ungehorsam der Studenten. Alternative Lebensformen entstanden und "das Establishment" wurde stets provoziert. Die zahlreichen Widersprüche der Zeit und die unbeholfenen, teils gewalttätigen Reaktionen der Regierungen auf die Rebellion führten zu einer Radikalisierung der gesamten Bewegung, die jedoch in ihrer Gesamtheit friedlich blieb. Die RAF verstand sich internationalistisch als Avantgarde der Weltrevolution, die Gerechtigkeit international definiert. Die USA beuten die dritte Welt aus, also darf geschossen werden. Nur die erste Generation konnte sich mit dieser Definition tatsächlich auf eine relevante Minorität der Gesellschaft berufen, die sich in mittelgroßen Unterstützungsaktionen und einer weitverzweigten, halblegalen Unterstützer-Logistik Rote Hilfe äußerte. Auch die eindrucksvolle Verteidigerliste der ersten Generation ist ein Indiz dafür. Die zweite Generation hatte aufgrund der unverhältnismässigen und brutalen Terrorakten diese Basis vollständig verloren und operierte als radikale Terrorgruppe fernab der Gesellschaft.

Nach ihren schriftlichen Hinterlassenschaften (v. a. der ersten Generation) lässt sich die RAF ursprünglich als eine radikalisierte revolutionär-sozialistische Gruppierung einstufen. Sie setzte sich stark mit dem Neomarxismus der „Frankfurter Schule“ auseinander und bezog sich auch auf diesen, obgleich die Vertreter dieser Richtung sich entschieden vom Terrorismus distanzierten. In ihren Schriften beziehen sie sich teilweise auch auf marxistisch-leninistische Theorien; es lassen sich maoistische Tendenzen nachweisen. Die RAF wurde daher auch als „terroristische Neomarxisten“ bezeichnet. Die heutige Forschung sieht dies jedoch als eine zu kurz greifende Einschätzung.


Die Studentenbewegung
Die RAF war erkennbar von erklärtem Hass gegenüber dem „System“, dem Staatsapparat der Bundesrepublik Deutschland, erfüllt. Sie unterstellte den westlich-europäischen Gesellschaften, wie schon die studentische APO vor ihr, faschistoide Tendenzen und klagte insbesondere die nicht „aufgearbeitete“, „wiedergutgemachte“ und immer noch wirkende nationalsozialistische Vergangenheit Deutschlands an. Die erste Generation (Baader-Meinhof-Gruppe) und darin vor allem die frühere Journalistin Ulrike Meinhof entwickelten für ihre „revolutionäre“ Radikalität eine linksextrem-intellektuelle Theorie, die teilweise von überraschender Klarheit zeugt. Allerdings ist die Theorie auch ideologisch überzeichnet. Selbst unter linken „außerparlamentarischen Intellektuellen“ der damaligen Zeit, wie z.B. Rudi Dutschke wurde die radikalisierte Theorie und terroristische Praxis nicht geteilt. In seinen Tagebüchern sprach Dutschke von „RAF-Dummheit“ (30. November 1974) und meinte:

Die negativen Auswirkungen der RAF-Scheiße sind vielerorts erkennbar, CDU/CSU im besonderen, Regierung im allgemeinen und RAF-Kacke im einzelnen scheinen verheiratet zu sein: um den politischen Klassenkampf zu hemmen!! (1. Dezember 1974)
Die RAF-Schriften/-Positionen wurden (wegen der Verbrechen der RAF, aber auch wegen ihres schwer verdaulichen Jargons und der teilweise wirren Inhalte ihrer Verlautbarungen) in der breiten Öffentlichkeit nicht diskutiert. Zu größeren Teilen galt dies jedoch auch für die differenzierteren kritischen Meinungsäußerungen (beispielsweise: Daniel Cohn-Bendit in einer Fernseh-Diskussion über Hanns-Martin Schleyer; der Göttinger Mescalero über das Buback-Attentat). Diese wurden ebenfalls nicht als ernst zu nehmender Beitrag zum politischen Diskurs gesehen und in der öffentlichen Diskussion (v.a. den Massenmedien wie der Bild-Zeitung) nicht differenziert von den Schriften der RAF behandelt, sondern zuweilen sogar als Positionen von „Sympathisanten“ der Terroristen diskreditiert.


Struktur
Die RAF war eine zahlenmäßig sehr kleine Gruppe. Zudem konnte sie sich nur auf eine kleine Sympathisantenszene stützen und besaß zu „keiner Zeit irgendeinen nennenswerten Rückhalt in der Bevölkerung”. Dennoch gelang es ihr, „das Klima in der Bundesrepublik zu vergiften” (Wolfrum). Als Beispiel hierfür können die damals laut werdenden Rufe nach Wiedereinführung der Todesstrafe gelten. Die in Reaktion auf den Angriff der RAF auf die BRD verabschiedeten Anti-Terror-Gesetze griffen zwar in die Persönlichkeitsrechte aller Bundesbürger ein, bewegten sich aber noch im Rahmen rechtsstaatlicher Prinzipien.

Die RAF wollte nach dem Vorbild südamerikanischer Widerstandskämpfer, insbesondere der Tupamaros in Uruguay, den bewaffneten Kampf als "Stadtguerilla" gegen das „System”, den herrschenden kapitalistischen Staat und den US-Imperialismus, aus dem Untergrund führen. Während terroristischer Anschläge oder Geiselnahmen wurden 34 Menschen von RAF-Mitgliedern getötet und es gab zahlreiche Verletzte. Außerdem starben 20 Mitglieder der RAF. In den Medien, ausgehend von den Publikationen des Axel Springer-Verlags, wurde die RAF oft als Baader-Meinhof-Gruppe oder als Baader-Meinhof-Bande bezeichnet. Gebräuchlich ist heute ihr selbst gewählter, an die Rote Armee der Sowjetunion angelehnter Name „Rote Armee Fraktion”.

Betrachtet man die Entwicklung der RAF, so lassen sich mehrere „Generationen“ unterscheiden, zwischen denen jeweils keine oder nur geringe personelle Kontinuität vorhanden war. Außerdem unterscheiden diese sich durch Organisationsstrukturen und Veränderungen in Theorie und Praxis.


Chronik zur RAF

Vorgeschichte
Vorgeschichte und Geschichte der RAF reichen von den Studentenunruhen bis hin zur selbsterklärten Auflösung 1998. Als am 2. Juni 1967 der Student Benno Ohnesorg während einer Demonstration von einem Polizisten getötet wurde, war dies in gewisser Weise das Signal zur Eskalation der Gewalt. Vor allem die erste Generation der RAF ging aus dem militanten Flügel der Außerparlamentarischen Opposition (APO) hervor, die am Ende der 1960er Jahre in verschiedene linke Gruppierungen und kommunistische Splitterparteien (K-Gruppen) zerfiel.

Nach den in der Studentenbewegung geführten Strategiediskussionen um die Legitimation von „Gewalt gegen Sachen“ hatten Baader und Ensslin zusammen mit Thorwald Proll und Horst Söhnlein am 2. April 1968 gegen Mitternacht mit Hilfe von Zeitzündern Brände in zwei Frankfurter Kaufhäusern gelegt, um gegen den Krieg der USA in Vietnam zu protestieren. Die Brände verursachten einen Schaden von insgesamt 700.000 Mark. Die Brandstifter wurden schon am 4. April gefasst und in Folge zu je drei Jahren Zuchthaus verurteilt.

Der Prozess war schon damals umstritten und wird heute mindestens als weiterer Antrieb in den terroristischen Untergrund angesehen. Obwohl bei den Bränden nur Sachschaden an der Einrichtung, jedoch nicht an den Gebäuden entstand und die Kaufhäuser, wenn auch aus ungeklärten Gründen, nicht einmal ihr Recht wahrnahmen, Strafantrag zu stellen, klagte Staatsanwalt Walter Griebel wegen schwerer Brandstiftung an, ein Tatbestand, der neben Brandstiftung an Gottes- und Wohnhäusern „Räumlichkeiten“ umfasste, in denen sich zur Zeit der Brandstiftung „Menschen aufzuhalten pflegen“. Die Begründung für den mitternächtlichen Aufenthalt von Menschen fasste der Staatsanwalt in dem Satz „Das weiß doch jeder, dass sich nachts in Kaufhäusern Menschen aufhalten“ zusammen und legte wegen des nicht eingetretenen Brandes von Gebäudeteilen weiter nach, „schließlich hätte die ganze Frankfurter Innenstadt abbrennen können!“.

In einem Artikel vom 8. November 1968 nannte Uwe Nettelbeck in der Zeit den Prozess „eine Veranstaltung [..], in der sich die Gewaltenteilung als eine Verteilung der Aufgabe darstellte, die zum Schutz der herrschenden Ordnung notwendige Gewalt auszuüben“ und meinte, Staatsanwalt Griebel hätte sich in einer „außerordentlich freien Beweiswürdigung“ selbst als „rechter Feuerteufel“ erwiesen („recht“ im Sinne von ziemlich).

Nachdem die Revision des Urteils durch den Bundesgerichtshof beantragt worden war, kamen die Verurteilten zunächst auf freien Fuß. Nach Ablehnung des Antrags tauchten Baader und Ensslin unter und beschlossen zusammen mit ihrem Anwalt Horst Mahler die Gründung einer „Stadtguerilla“-Truppe nach lateinamerikanischem Vorbild (vgl. Minihandbuch des Stadtguerilleros von Carlos Marighella sowie die Fokustheorie von Che Guevara und Régis Debray). Dieser Plan wurde jedoch durch die Verhaftung Andreas Baaders, des führenden Mitglieds der Gruppe, durchkreuzt. Als die erste Aktion der damals noch namenlosen RAF wird heute die anschließende Befreiung Baaders angesehen.

Diese fand am 14. Mai 1970 statt. Andreas Baader war ins Berliner Institut für Soziale Fragen ausgeführt worden, weil die Journalistin Ulrike Meinhof als Vorwand angegeben hatte, mit ihm ein Buch über Heimzöglinge verfassen zu wollen. Bei dieser Gelegenheit wurde er unter Anwendung von Waffengewalt befreit. Dabei wurde der Institutsangestellte Georg Linke durch einen Schuss schwer verletzt.

In der Aufbauphase zog die Gruppe die Aufmerksamkeit des Staates zunächst durch mehrere Banküberfälle, Fahrzeug- und Dokumentendiebstähle auf sich und trat im April 1971 mit dem Strategiepapier Das Konzept Stadtguerilla [1] an die Öffentlichkeit. Kurz darauf wurde eine bundesweite Fahndung nach den mittlerweile etwa fünfzig Gruppenmitgliedern gestartet.

Auch wenn in der Literatur teilweise die Frankfurter Kaufhausbrandanschläge als Beginn der Roten Armee Fraktion diskutiert werden, wird zumeist die Baader-Befreiung als eigentlicher Gründungszeitpunkt der Gruppe angenommen. Dies entsprach auch dem Selbstverständnis der RAF.

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